Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)

Der Deutsche Akademische Austauschdient (DAAD) wurde 1925 gegründet und ist ein Verein zur Förderung der Internationalisierung der deutschen Hochschulausbildung. Der DAAD hat seinen Sitz in Bonn und vertritt die deutschen Universitäten in 15 internationalen Büros und 56 Informationszentren.

Hauptanliegen des DAAD ist die Internationalisierung der deutschen Hochschulausbildung, die Förderung von Auslandsaufenthalten im Studium und die Förderung der deutschen Sprache im Ausland. Darüber hinaus unterstützt die Organisation Entwicklungsländer bei der Implementierung eines international anerkannten Hochschulsystems.

Der DAAD bietet jedes Jahr an die 200 Stipendienprogramme für deutsche und ausländische Studenten. Bei der Stipendienvergabe sind hervorragende akademische Leistungen das wichtigste Kriterium und die Teilnahme am Programm gilt als eine Auszeichnung in der akademischen Laufbahn. Zahlreich sind die Anfragen zur Stipendienvergabe bei ausländischen Graduierten. Junge Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern bewerben sich häufig um DAAD-Stipendien für deutsche Masterprogramme und Doktorate. 2016 hat der DAAD insgesamt 131.000 Studenten und Wissenschaftler gefördert, darunter 75.000 deutsche Staatsbürger. Das Budget zur Förderung der internationalen Hochschulkooperation lag bei etwa einer halben Milliarde Euro.

Über die Jahrzehnte ist der DAAD zur weltweit führenden Organisation zur universitären Zusammenarbeit fungiert. Ehemalige Stipendiaten des DAAD sind in allen Bereichen der Wirtschaft und der Gesellschaft tätig.

Der DAAD ist eine deutsche Institution

Der DAAD ist eine deutsche Institution

Einzigartiges internationales Engagement

In den letzten Jahren hat der DAAD über 300 Projekte zur Unterstützung von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten ins Leben gerufen, um Flüchtlingen die notwendigen Sprachkenntnisse zu vermitteln und sie in das deutsche Hochschulsystem zu integrieren. Schätzungsweise 50.000 Menschen mit Flüchtlingsstatus wünschen sich, ihre Ausbildung an einer deutschen Hochschule zu absolvieren. Der DAAD subventioniert auch Tests, um die Kompetenzen und Qualifikationen von Flüchtlingen anzuerkennen. Ob Bewerber für eine Zulassung an einer Hochschule geeignet sind, wird mithilfe der Einstufungstests TestAS und Uni-Assist festgestellt.

Der DAAD verfolgt auch innovative Herangehensweisen im Bereich der transnationalen Bildung. In diesem Zusammenhang bieten deutsche Universitäten im Ausland Studiengänge an. Über 31.000 Studenten wurden so in 274 Studienprogrammen weltweit an über 60 Universitäten ausgebildet, darunter 9 binationale Universitäten im Ausland. Bedeutende Projekte sind die Deutsch-Jordanische Universität in Amman oder die German-East Africa Fachhochschule in Kenia, die den Bedarf an wissenschaftlich und technisch geschulten Fachkräften in der Region decken soll. Drei dieser Universitäten befinden sich im Nahen Osten und spielen eine wichtige Rolle bei der Zulassung von Studenten, die aufgrund bewaffneter Konflikte insbesondere aus Syrien und dem Irak geflohen sind. Um den Flüchtlingen ein Studium in ihrer Heimatregion zu ermöglichen, engagiert sich der DAAD seit 2016 als leitender Organismus für ein EU-Projekt, dass Syrern den Zugang zur universitären Ausbildung und beruflichen Weiterbildung in Jordanien, im Libanon, Ägypten, Irak und in der Türkei ermöglicht.

Leute reden

Der DAAD kooperiert weltweit

Stipendien

Der DAAD fördert internationale Studienaufenthalte außerhalb Europas. Innerhalb Europas werden Studenten mit dem EU-Programm Erasmus+ gefördert. Eine weitere Besonderheit ist, dass der DAAD vor allem Jahresstipendien vergibt, die für alle Fachrichtungen und alle Regionen der Welt verfügbar sind.

Die Studenten erhalten eine finanzielle Unterstützung von 700 Euro bis 900 Euro im Monat, wobei auch Teilstipendien vergeben werden. Doktoranden erhalten für die Forschung im Ausland höhere Aufwendungen. Darüber hinaus zahlt der DAAD eine Reisekostenpauschale, notwendige Versicherungen einschließlich der Auslandskrankenversicherung und übernimmt die Studiengebühren im Ausland bis zu einer landesspezifisch festgelegten Höhe.

Alle Fachbereiche werden gefördert

Alle Fachbereiche werden gefördert

Der DAAD fördert auch Ergänzungs- oder Aufbaustudien im Ausland, wenn der Bachelor, Master oder die Promovierung noch nicht länger als 5 Jahre zurückliegt. Praktika und Sprachkurse im Ausland werden ebenfalls durch den DAAD gefördert.

Zur Förderung der deutschen Sprache entsendet der DAAD zusammen mit dem Auswärtigen Amt jedes Jahr 500 Germanisten als Lektoren an ausländische Hochschulen. Zur optimalen Vorbereitung auf die Tätigkeit als Lektor können sich Absolventen der Germanistik und anderer Geisteswissenschaften zuerst auf das DAAD-Sprachassistenten-Programm bewerben und als Assistent ein bis zwei Jahre an einer ausländischen Universität tätig werden.

Studenten im Labor

Forschungsaufenthalte

Die Bewerbung

Da der DAAD ein sehr breites Angebot an Stipendien zu Verfügung stellt, die sich an unterschiedliche Fachrichtungen und Studienphasen richten, sind die Voraussetzungen für ein DAAD-Stipendium sehr verschieden. Allgemein muss man an einer deutschen Hochschule oder Universität immatrikuliert sein und das erste Semester abgeschlossen haben. Die Stipendiendatenbank des DAAD ist der erste Anlaufpunkt, um sich über geeignete Programme und Bewerbungsfristen zu informieren.

Generell umfassen die notwendigen Bewerbungsunterlagen ein Antragsformular, einen tabellarischen Lebenslauf, ein persönliches Motivationsschreiben, eine Auflistung aller Studienleistungen, einen Sprachnachweis (im Sprachzentrum der Heimat-Uni erhältlich), die Kopie des Abiturzeugnisses und das Gutachten eines Hochschullehrers. Je nach Programm müssen die Unterlagen eventuell auf Englisch eingereicht werden, da die Partnerinstitutionen die geeignetsten Bewerber auswählen können.

Wenn man es durch die Vorauswahl geschafft hat, folgt eventuell eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch vor einer DAAD-Prüfungskommission. Das ist aber abhängig vom Stipendienprogramm und vom Zielland des Bewerbers. Die Prüfungskommission arbeitet mit einem Punktesystem und wählt anhand dessen die besten Bewerber aus. Das Gespräch erfolgt teilweise in der Sprache des Ziellandes. Wie genau die Bewerber beurteilt werden, ist vertraulich und eine Nicht-Aufnahme ins DAAD-Programm wird von der Prüfungskommission auch nicht begründet. Neben überdurchschnittlichen akademischen Leistungen wird eine ausreichende interkulturelle Kompetenz von den Bewerbern erwartet. Gute Kenntnisse über das Zielland und persönliches Interesse an der Kultur werden vom DAAD vorausgesetzt.

Verläuft die Bewerbung erfolgreich, sind die Studenten eigenständig für die Beschaffung eines Studentenvisums im Zielland verantwortlich. Der DAAD finanziert wie weiter oben erwähnt eine Reisekostenpauschale und die Auslandskrankenversicherung. Die Buchung der Flüge und die Auswahl einer passenden Versicherung obliegt jedoch den Studenten.

Das Learning Agreement ist Pflicht

Um die Anerkennung der ausländischen Studienleistungen zu gewährleisten, muss auch hier eine Lernvereinbarung angefertigt und von der Heimat-Uni genehmigt werden. Dafür wählt der Student alle geeigneten Module und Lernleistungen aus dem Kursangebot der Zieluniversität aus und lässt sich diese vom Prüfungsausschuss der Fakultäten an der Heimat-Uni bestätigen. Nach der Ankunft an der ausländischen Universität müssen eventuelle Änderungen im Studienangebot mit den Dozenten des Fachbereichs an der Heimat-Uni abgesprochen werden. Die Lernvereinbarung kann unter Zustimmung der Heimat-Uni also verändert werden. Am Ende des Auslandsaufenthalts werden die im Ausland erbrachten Studienleistung von der Gasthochschule in ein Transcript of Records übertragen und nur wenn die erbrachten Leistungen mit denen der Lernvereinbarung übereinstimmen, werden sie von der Heimat-Uni anerkannt. Zusätzlich zum Transript of Records können die Fachbereiche zur Anerkennung Informationen zur Gliederung, Literatur, Semesterwochenstunden und Creditpoints der einzelnen Studienleistungen verlangen.

Da die Benotung von Studienleistungen weltweit nicht einheitlich erfolgt, sollte die Gasthochschule eine Erläuterung ihres Benotungssystems beifügen und die übliche Benotungsskala in einer Statistik verdeutlichen.

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